Was kostet ein Rechtsanwalt

Was kostet ein Rechtsanwalt in Zivil-, Arbeits- und Verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten ?

Der Rechtsanwalt berechnet hier sein Honorar aus zwei Faktoren, dem Gegenstandswert und der auftragsgemäß entfalteten Tätigkeit.
Einige Beispiele:

Gegenstandswert in EUR bis: 1,3 Mittelgebühr inkl. Auslagen u. 19 % Mwst
500,00 83,54 €
1.000,00    147,56 €
1.500,00 201,71 €
2.000,00   255,85 €
3.000,00 334,75 €
4.000,00 413,64 €
5.000,00   492,54 €
10.000,00 887,03 €

Unter dem Gegenstandswert einer Angelegenheit versteht man den objektiven Geldwert oder das wirtschaftliche Interesse des Auftraggebers. Bei Forderungsangelegenheiten entspricht er dem Betrag der geltend gemachten oder abzuwehrenden Forde­rung. Bei nicht vermögensrechtlichen Angelegenheiten (z.B. Ehescheidung, Baugenehmigung, Kündigung, Gewerbeerlaubnis oder Vertragsgestaltung) ist der Gegenstandswert teils den besonderen gesetzlichen Vorschriften (z.B. Kostenord­nung der Notare), teils der umfangreichen Rechtsprechung zu entnehmen. Im gerichtlichen Verfahren wird er vom Gericht festgesetzt.

Bei der auftragsgemäß entfalteten Tätigkeit wird unterschieden zwischen interner Tätigkeit (Beratungsmandat, z.B. Beratung des Mandanten oder Erstellung eines Gutachtens), außergerichtlicher Tätigkeit nach außen hin (Vertretungs­mandat, z.B. Korrespondenz mit dem Gegner) und gerichtlicher Tätigkeit (Prozessmandat).

Ist jemand nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht in der Lage, die Kosten eines Prozesses zu tragen, und bietet die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichend Aussicht auf Erfolg, so kann ihm das Gericht auf Antrag Prozesskostenhilfe gewähren. Bei geringem Einkommen besteht sogar die Möglich­keit, sich auf Kosten der Landeskasse außergericht­lich durch einen Rechtsanwalt beraten zu lassen, wenn die zuständige Stelle des Gerichts die Notwendigkeit dafür vorgeprüft und eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt hat (Beratungshilfe).